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08.08.2003
Ein Waldbrand unter extremen
Bedingungen
Am Freitag, dem 08.08.2003,
wurden um 15:15 Uhr die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wittgendorf mit
Sirenenauslösung alarmiert. Nach Rücksprache per Funk mit der Rettungsleitstelle
Saalfeld ging die Fahrt zu einem Waldbrand unweit des Waldbad "Aue" Wittgendorf.
Nach ersten Informationen brannte ein Waldstück mit Ausmaßen von ca. 10 Meter x
10 Meter.
Als erster Löschzug im Auebad angekommen handelten die Kameraden
genau nach den Anweisungen während der Einsatzfahrt. Es galt in kürzester Zeit
die Saugleitung zu Wasser zu bringen, vorerst drei B-Schläuche von unseren LF 16
aus zu verlegen und zwei Angriffstrupps mit jeweils 3 C-Schläuchen zu
versorgen.
Allen beteiligten Einsatzkräften war die Steigung dieses Waldstück
bekannt, es liegt jenseits der 45 Prozent. Die Aufgabe unserer Wehr bestand
darin, auf diesem steilen Gelände das Feuer von oben herab zu bekämpfen, um eine
weitere Ausdehnung in Richtung Bergkammes zu verhindern. Bei Temparaturen am
Berg um die 50 Grad Celcius hat die Hitze des Feuers noch sein Übriges
beigetragen und die Löscharbeiten als ausserordentlich schwierig
gestaltet.
Die Brandstelle selbst befand sich an einem nach Südwest gelegenen
Berg, so dass die aufsteigende Thermik, der herrschende Wind und der wirklich
steile Berg der raschen Ausbreitung des Brandes nach oben noch Vorschub
leisteten.
Zwischenzeitlich trafen die Kameraden der Feuerwehr Meura und
Kleingeschwenda an der Eimsatzstelle ein.
Die Kameraden der beiden Wehren
verlegten nach kurzer Einweisung ebenfalls die B-Leitungen von ihren
Löschfahrzeugen aus und unterstützten uns bei der Brandbekämpfung.
Zwischenzeitlich begannen die Kameraden der Feuerwehr Saalfeld, der Feuerwehr
Kleigeschwenda und der Feuerwehr Schwarzburg vom Bergkamm aus mit der Eindämmung
des Waldbrandes. Später griffen die Kameraden aus Rottenbach mit ihrem
Tanklöschfahrzeug gleichfalls in die Brandbekämpfung ein.
Im oberen Teil des
Brandherdes schlugen die Flammen bereits in die Baumkronen, so dass eine
erhebliche Gefahr der weiteren Ausbreitung des Brandes bestand. Durch das
schnelle Eingreifen der Trupps von den Tankern aus konnte schließlich der Brand
um 17:05 Uhr gelöscht werden. Nach nochmaliger Kontrolle und Ablöschung einiger
hartnäckiger Glutnester sind dann die einzelnen Wehren nacheinander aus dem
Einsatz entlassen worden. Zu erwähnen wäre noch, dass von der
Wasserentnahmestelle vom Waldbad "Aue" Wittgendorf aus bis zu den Angriffstrupps
immerhin ein Höhenunterschied von fast 90 Höhenmetern überwunden werden
musste.
Leider kam es während der Brandbekämpfung zu einem bedauerlichen
Unfall. Ein Kamerad der Feuerwehr Kleingeschwenda stürtzte auf dem Steilhang
mehrere Meter in die Tiefe und zog sich dabei Beinverletzungen zu. Die
Mitglieder der Feuerwehr Wittgendorf übermitteln auf diesem Wege die besten
Genesungswünsche an den verletzten Feuerwehrmann.
Letztenendlich konnte
festgestellt werden, dass sich der Waldbrand auf einer Fläche con ca. 20 Meter x
170 Meter ausbreitete. Die Feuerwehr und die Gemeindeverwaltung Wittgendorf
möchten sich ganz herzlich für die Hilfe bei der Brandbekämpfung bedanken und
wünschen den befreundeten Wehren für die Zukunft alles Gute und hoffen auf
weitere gute Zusammenarbeit.
Insbesondere bedanken wir uns bei den Kameraden
aus Meura, Kleigeschwenda/A., Saalfeld /Saale, Schwarzburg, Rottenbach,
Schmiedefeld und Leutnitz.
Natürlich bedanken wir uns ebenfalls bei den
feststellenden Personen, iher Meldung an die Rettungsleitstelle und die erste
Brandbekämpfung.